Harley-Davidson Checkpoint Eastbelgium

Harley Davidson Tag in Eupen - Besucher trotzten dem Regen

Grenz-Echo vom 09.06.2009 von Elli Brandt

Hart im Nehmen sind die Biker. 
Strömenden Regen am vergangenen Sonntag jedenfalls nahmen sie ungerührt hin.
Ohne Regenschirm und ohne miesepetrige Miene bevölkerten sie den Eupener Werthplatz, genossen die Musik, den Sound der Harleys und das Bier.

Bedeutend weniger Motorradfreunde als zu den fünf vorigen Veranstaltungen seien diesmal gekommen, stellte Manfred 
Leclerc, Präsident des Harley Davidson Clubs Checkpoint Eastbelgium fest. "Doch ich bin erstaunt, wie viele dennoch gekommen sind. So schlechtes Wetter wie heute hatten wir noch nie bei einem Harley Davidson Tag in Eupen."

Und über den Zuspruch der Gäste, die einfach nur zum Zusehen und zum Bewundern der blitzenden und dröhnenden Maschinen gekommen waren, könne er sich auch nicht beklagen.

Bedeutend weniger richtig schmucke und teure Maschinen seien diesmal zu sehen, meinte ein sachkundiger Besucher. 
"Uns macht der Regen nichts", erklärte ein Biker. "Wir ziehen uns warm und wasserdicht an, aber die Harley ..." Nach der Rückkehr aus Eupen sei erstmal sechs Stunden Harley-Polieren angesagt, verrät Jürgen Döhr aus Trier. Dennoch habe er sich morgens bei strömendem Regen auf den Weg nach Eupen gemacht, "rund 130 Kilometer", sagt der Harley-Fan und fügt an: "Es hat sich gelohnt, es ist schön hier."

Strahlende Gesichter auch bei den anderen Bikern: "Die Atmosphäre macht gute Laune, die Kameradschaft. Jeder redet mit jedem, und man spricht jeden mit Du an.
"Neuste Auspufftechnik und was der Biker für seine Maschine sonst noch so braucht, gab es zu bewundern und zu kaufen. Die neusten Harleys kommen erst im August auf den Markt, und wie sie aussehen werden, dazu konnte nicht einmal der Harley Davidson Händler aus Aachen etwas verraten. Die interessantesten Maschinen kommen sowieso nicht vom Band, sind sich die Fans einig. Zu den zwei Designerstücke, die der Händler mitgebracht hatte, hieß es: Außer dem Motor und dem Grundrahmen ist hier alles verändert. 
Ein Prachtstück glänzte mit Lampen, die an das Gesicht eines Außerirdischen erinnerten. Ein anderes präsentierte sich goldglänzend, begeisterte die Fans aber vor allem damit, dass es sich auf Knopfdruck absenken ließ.

Drei Live-Bands präsentierten sich auf der Bühne: Messin' with the Blues natürlich mit neuen und alten Blues-Stücken, die Gruppe The Cable Bugs mit Rock'n'roll und Rockabilly, und noch mehr Rock mit der Band Undercover. Mit im Programm auch in diesem Jahr wieder die flotten tanzenden Mädels und Jungs in knappen Bikeroutfits.

Trotz des Regens waren die Veranstalter entschlossen, das volle Programm durchzuziehen. 
Die Veranstaltung werde immer professioneller. "Das wurde uns von vielen Besuchern bestätigt", sagte Manfred Leclerc. Für einen Club mit nicht mehr als 19 Mitgliedern sei dies eine beachtliche Leistung. "Ohne die Hilfe anderer Clubs, wie der Göhltal-Biker und der Shamrock-Biker wäre das unmöglich", räumt Manfred Leclerc ein. "An diesem Sonntag hatten wir mindestens 70 Helfer."

Der Werthplatz habe sich als idealer Veranstaltungsort erwiesen. Die Stadt Eupen habe angedeutet, dass sie eine Platzmiete haben will. Aber auch das werde den Ostbelgischen Harley-Davidson-Club nicht zu der Überlegung verleiten, diese Veranstaltung auf die Grüne Wiese zu verlegen.